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Editorial Virginia Nr. 68 (Frühjahr 2021)

 

Liebe Leserinnen,

Seit dem letzten Editorial hat sich leider nicht viel zum Besseren verändert. Durften eine Zeitlang nur in einigen Bundesländern Buchhandlungen geöffnet haben, so konnten sie aber wenigstens inzwischen in allen Bundesländern wieder öffnen. Erfreulich ist, dass sie jetzt dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet werden, so dass sie auch weiter offen bleiben dürfen und nicht von vermutlich wieder anstehenden Lockdowns betroffen sein werden. Die Leipziger Buchmesse ist im letzten Jahr ausgefallen (wie auch die Frankfurter Buchmesse im Oktober), sie wird es auch in diesem Jahr, wodurch eine wichtige Möglichkeit entfällt, Neuerscheinungen zu präsentieren.

Umso dringender erscheint es uns gerade jetzt, auf neue Bücher und auf interessante Autorinnen aufmerksam zu machen.

Wichtig ist es uns auch, darauf hinzuweisen , dass während des Lockdowns die Gewalt gegen Frauen massiv zugenommen hat. Daher findet ihr die Rezension, in der es um zwei Bücher zu diesem Thema geht, auch auf dem Titel. Zudem hat die Arbeitsbelastung von Frauen weiter zugenommen, denn viele Männer fühlen sich überlastet, wenn sie das tun sollen, was Frauen tagtäglich tun: sich neben ihrer Erwerbsarbeit um Kinder und Haushalt kümmern.

Aber es gibt auch positive Neuigkeiten, wie den neu ausgelobten Preis REBEKKA für langjähriges Übersetzen, mit dem in diesem Jahr erstmals die Übersetzerin Cornelia Holfelder-von der Tann ausgezeichnet wird. Außerdem freuen wir uns über einen neuen Literaturpreis für Autorinnen, die Christine, benannt nach der französischen Autorin Christine de Pizan (1364-1430), die als bedeutendste Schriftstellerin des 15. Jahrhunderts und erste Frauenrechtlerin der Geschichte gilt. Ausgelobt wird der Preis alle zwei Jahre vom Branchennetzwerk der BücherFrauen, die damit Autorinnen auszeichnen wollen, die mit ihrem Schreiben zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Stärkung von Frauen und Mädchen beitragen. Der Preis wird in diesem Jahr erstmals im November vergeben.

Wir möchten an dieser Stelle auch noch einmal auf die Leseliste zu #BlackLivesMatter aufmerksam machen, die wir inzwischen mit neuen Büchern aktualisiert haben, und die auf unserer Homepage zu finden ist, wie auch die Liste mit Büchern kanadischer Autorinnen zum diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Weitergeben möchten wir gerne den Tipp einer Leserin, die jede Woche ein Buch in ihrer Buchhandlung bestellt und einen Ausflug daraus macht, dieses abzuholen.

Wenn ihr keine Buchhandlung in der Nähe habt, zu der ihr einen Spaziergang machen könnt, ist es natürlich auch möglich, bei den Frauenbuchläden (Adressen s. S. 22) zu bestellen oder bei den anderen Buchhandlungen, die die Virginia vorrätig haben. Die Adressen findet ihr auf unserer Homepage.

Bei aller Schwere wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen!